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Nov. 11th, 2006 08:23 pmFandom: One Piece
Genre: Sowas gibt's?
Disclaimer: Die Rechte an den missbrauchten Charakteren liegen nicht bei mir, sondern bei Eiichiro Oda
Kommentar: Ich hatte keine Lust, mit den Mathehausaufgaben anzufangen. Zu recht. Die Näherungsformel von de Moivre-Laplace ist nicht gar so spannend. - Also musste ich alle Ideen, die ich grade hatte, eben in die Tasten hauen. - Ich lese mir das sicher nicht noch mal durch, aber... Zorro hat halt Geburtstag.
Es war ungewöhnlich still. Nicht, dass Sanji das störte, aber es war einfach beunruhigend. Wenn er sein eigenes Pfeifen hörte, hieß das für gewöhnlich, dass in den nächsten zwei Minuten wahlweise die Welt unterging oder Lysop, Ruffy und Chopper in die Kombüse stürmten, ein unglaubliches Chaos veranstalteten, seine Töpfe vergewaltigten und Sekundenbruchteile später mit den frischgebackenen Keksen wieder nach draußen stürmten. Aber jetzt war es bereits seit einer halben Stunde tödlich still und einfach nichts war passiert. – Vielleicht war der Rest der Crew einem Virus zum Opfer gefallen?
Was auch immer passiert sein mochte, es war Sanjis heilige Pflicht, es herauszufinden und die Frauen zu retten. Er griff nach der Platte mit den Keksen (Wer wusste schließlich, ob es nicht nur ein Ablenkungsmanöver war, um doch an seine wunderbaren Schokoladenkekse zu kommen?) und trat mit der obligatorischen Zigarette zwischen den Lippen auf das Deck. Der Himmel fiel ihm nicht auf den Kopf.
Eigentlich passierte überhaupt nichts.
„Oh, Kekse, Smutje-san. Wie aufmerksam.” Robin lächelte ihn von ihrem Liegestuhl aus an und versenkte sich wieder in das Buch, dass sie grade las. „Zorro sitzt bei den Orangenbäumen.“ Sanji begriff nicht, warum ihn das interessieren sollte. Aber wenn Robin es sagte, musste es ihn interessieren.
„Äh, Robin-chan, wo sind die anderen?“
Die Archäologin senkte das Buch wieder und lächelte. „Einkaufen. Langnase hat deine Liste mitgenommen.“
Das wiederum war eine Erklärung für die plötzliche Stille. Sanji atmete erleichtert auf und machte auf dem Absatz kehrt.
„Sind die Kekse nicht für den Schwertkämpfer?“ Robins göttliche Stimme erklang hinter ihm, nur milde amüsiert.
„Warum sollten sie? – Eigentlich waren sie für dich und Nami! Möchtest du probieren, Robinchen?“
„Nein, danke. Aber ich bin davon überzeugt, dass Zorro sich freuen würde.“ Sie zwinkerte ihm zu. Sanji zuckte mit den Achseln. Er hatte nicht die geringste Ahnung, worauf die Frau hinauswollte, aber wenn sie darauf bestand, dass er seine Kekse an den Salatkopf verschwendete, war es ihm selbstverständlich ein Vergnügen.
Tatsächlich fand er Zorro bei den Orangenbäumen in der Sonne sitzen, ein Buch auf dem Schoß.
„He, was liest du da, Marimo?“
„Wüsste nicht, was dich das angeht, Idiot!“ Der Schwertkämpfer sah nicht einmal auf. Musste ja ein spannendes Buch sein.
Sanjis Neugier war ohne Frage geweckt. „Ich wusste nicht mal, dass du lesen kannst.“ Er stellte das Tablett sorgsam auf dem Boden ab und trat einen Schritt näher auf den Grünhaarigen zu.
„Ha ha. – Du übertriffst dich selbst.“ Zorro tastete abwesend nach dem Taschentuch neben sich.
„Hast du das Buch Robin geklaut?“
Der Schwertkämpfer schluckte, blinzelte immer wieder und... schniefte. Nur kurz, aber... ja, er schniefte. „Wie käme ich dazu?“
Sanji schüttelte den Kopf. „Ich weiß, dass das auf ihrem Nachttisch gelegen hat.“
„Phantastisch! Das qualifiziert dich als Spanner.“ Jetzt drehte Zorro ihm doch das Gesicht zu. „Und als Idioten. Dass sie es mir vielleicht gegeben hat, ist für dich wohl ein bisschen zu hoch, oder?“
Himmel, seine Augen waren rot. Der Koch hatte das Gefühl, dass die Welt doch noch unterging. Der Schwertkämpfer... HEULTE??
Jetzt reichte es. Er entriss Zorro das Buch gewaltsam und betrachtet den Deckel. Die Geschichte der Kunst der zwei Schwerter im East Blue.
„Gibst du mir das Buch, bitte zurück?“ Zorros Stimme klang tiefer als sonst.
„Du flennst wie ein kleines Mädchen über die Geschichte des Kampfes mit zwei Schwertern?“
„ICH FLENNE NICHT, SMUTJE!“
„Ach?“
„Ach.“
„Und was tust du dann?“
Ein amüsiertes Lachen erklang hinter ihnen. „Der Herr Schwertkämpfer ist erkältet. Dass kann im November schon mal vorkommen“, erklärte Robin.
„Oh. Äh.“ Sanji drückte ihm das Buch wieder in die Hand. November... Scheiße, November. „Die Kekse sind übrigens für dich, Salatkopf. Herzlichen Glückwunsch.“
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Date: 2006-11-12 12:46 am (UTC)Ich mag es, es ist kurz, aber es gefällt mir. Robins Anspielung sind so herrlich... subtil XD *kuller*
Happy Birthday, Zoro (Nachträglich und so *hust*)
*wegkriech*
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Date: 2006-11-12 12:02 pm (UTC)